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The Rolling Stones

     
14.09.2007 14:18

Mick Jagger (Sänger)

Biographie

Bereits während der Kinder- und Jugendzeit lernte Mick (Michael Phillip) Jagger den ebenfalls in Dartford aufgewachsenen Keith Richards kennen. 1961, während seiner Studienzeit an der London School of Economics and Political Science, trafen sich Mick Jagger und Keith Richards zufällig wieder, als sie in Dartford auf den Zug warteten. Mick Jagger hatte einige Schallplatten ( Blues, Rock n Roll) dabei, so dass ihr Gespräch nur noch die Musik zum Thema hatte. Man verabredete sich schließlich, um gemeinsam mit einigen Freunden Blues und Rock'n'Roll zu spielen.

Vorzugsweise an den Wochenenden fuhren Mick und Keith nach London, um in den angesagten Clubs der Stadt Live-Musik zu hören. So trafen sie auf Alexis Korner, spielten von Zeit zu Zeit in seiner Band mit und lernten den aus Cheltenham stammenden Gitarristen Brian Jones kennen. Zusammen mit Brian Jones gründeten Mick und Keith die The Rolling Stones. Die Band hatte im Juli 1962 ihre ersten Auftritt im Marquee Club in London.

Jagger als Sänger und Richards an der Rhythmusgitarre führten die Gruppe zu Weltruhm. Jaggers markante Stimme wurde zum Markenzeichen der Stones. Er ist einer der weltweit berühmtesten und erfolgreichsten Rocksänger. Mick Jagger und Keith Richards komponierten zusammen hunderte von Songs, darunter Klassiker wie Tell Me, The Last Time,, Lady Jane, Under My Thumb, Out Of Time, Ruby Tuesday, , Street Fighting Man, Honky Tonk Women, Gimme Shelter, You Can't Always Get What You Want, Brown Sugar, Wild Horses, Angie, Start Me Up, One Hit (To The Body) und Dangerous Beauty, um nur einige wenige zu nennen.

Sein erstes Soloalbum, She's The Boss, war erfolgreich, so dass Jagger weitere Soloaktivitäten plante. So trat er anläßlich des Live Aid-Konzertes am 13. Juli 1985 nicht etwa mit den Stones, sondern mit Tina Turner in Philadelphia auf. Zusammen mit David Bowie veröffentlichte er Dancing in the Street. Die Single erreichte internationale Top-Positionen, das Video zum Song fand viel Beachtung, und für das Live-Aid-Projekt gab es die Erlöse aus den Verkäufen.

Die Solokonzerte im März 1988 in Japan sowie im September und Oktober 1988 in Australien, bei denen auch sehr viele Stones-KIassiker zu hören waren, brachten Keith Richards derart in Rage, dass eine gemeinsame Zukunft der 'Glimmer Twins' mit den Rolling Stones kaum mehr erwartet wurde.

Neben der Musik war Jagger auch immer wieder im Filmgeschäft tätig. In Nicolas Roegs KultthrillerPerformance hatte er seine erste Hauptrolle. Über die in diesem Film vorkommenden Bettszenen mit Anita Pallenberg soll Keith Richards, welcher mit dem blonden Fotomodell zur damaligen Zeit liiert war, gar nicht amused gewesen sein.

Aus dem Film-Soundtrack stammt ein Song, der immer wieder aufgeführt wird, wenn es um Beispiele der Gesangsleistungen Mick Jaggers geht: Memo from Turner. Es folgte ein Film über den australischen Outlaw Ned Kelly. Auch für Werner Herzogs Film Fitzcarraldo war er für eine Hauptrolle vorgesehen. Nach einer Unterbrechung der Dreharbeiten musste er jedoch wegen einer Tournee mit den Stones auf eine Fortführung der Arbeit verzichten. Da Herzog Jagger nicht durch einen anderen Schauspieler ersetzen wollte, strich er die Rolle aus dem späteren Film. Gute Kritiken erhielt der Science-Fiction-Film Freejack. Mick Jagger sang 1987 den Titelsong Ruthless People des gleichnamigen Films. Er war auch als Filmproduzent (Enigma und -komponist (2004-Remake von Alfie tätig. Für den Song Old Habits Die Hard erhielt er 2005 den Golden Globe.

Trotz aller Anerkennung für seine künstlerischen Arbeiten fand in der Boulevardpresse vor allem Jaggers Privatleben als skandalträchtiger Womanizer immer wieder breite Beachtung. Seine Affären mit zahlreichen Frauen beschäftigten die Journalisten über Jahrzehnte. In den 70-er Jahren berichtete die Yellow-Press über angebliches sexuelles Interesse Jaggers für beide Geschlechter. Bestätigungen hierfür gab es jedoch nie. Vermutlich gründeten sich diese Mutmaßungen auf die damalige Bühnenshow Jaggers. So trat er 1973 bevorzugt in paillettenbesetzten und tief ausgeschnittenen Einteilern auf. Anlässlich der Black and Blue"-Tournee' 1976 trug er bunten Seidenfummel, hielt kokett einen Fächer in der Hand und bot eine durchaus auch feminine Show (inklusive Hip-Bomp mit Billy Preston. So wirkte er wie Negrita, eine 1-Dollar-Hure, die er im gleichnamigen Song besingt. Seine Bekanntschaft mit Andy Warhol sowie die von verlassenen - dadurch ressentimentgeladenen - Frauen allzugern der Öffentlichkeit präsentierten 'Insider-Stories' über den weltbekannten Rockstar Mick Jagger taten ein Übriges. Lediglich eine Affäre mit Helmut Berger soll auf Tatsachen beruhen.

Die ideale Ehefrau beschrieb Jagger in seiner direkten, unverblümten Art wie folgt: "Sie muss sich im Wohnzimmer benehmen können wie eine Dame, in der Küche wie eine Köchin und im Schlafzimmer wie eine Hure."

1995 wurde Mick Jagger zum Ehrenpräsidenten der Londoner Universität ernannt; im gleichen Jahr wurde er Ehrenmitglied der London School of Economics and Political Science. Am 12. Dezember 2003 wurde Mick Jagger von Prinz Charles – in Vertretung für Königin Elisabeth I. – für seine „Verdienste um die populäre Musik“ zum Ritter geschlagen und darf damit den Titel Sir tragen.

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